Cornwall (England)
7. Etappe – St Just → Penzance
Nach fast vierzehn Tagen Sonnenschein, der uns schon fast vermuten liess, Cornwall wolle uns als Ehrenbürger aufnehmen, hat das Wetter plötzlich beschlossen, wieder „typisch britisch“ zu werden. Regen, Wind, kühle Luft – als hätte jemand im Hintergrund auf Reset gedrückt.
Helga und ich schauten uns an und waren uns sofort einig: Wir könnten jetzt tapfer sein… oder einfach vernünftig. Also entschieden wir uns für die Vernunft und beendeten unsere Tour nach über 150 Kilometern (inklusive Leistungskilometern) in St. Just. Der Bus nach Penzance erschien uns in diesem Moment wie die eleganteste Form von Abenteuer. Manchmal ist Komfort eben die bessere Heldentat.
Die vergangenen zwei Wochen waren ein Geschenk. Jeden Morgen loslaufen, die Sonne im Gesicht, der Rucksack erstaunlich leicht – und irgendwo zwischen Newquay und Land’s End dieses stille Gefühl, dass wir gerade alles richtig machen.
Dass uns nun die letzten zwei Etappen fehlen, stört uns überhaupt nicht. Bei so viel Wetterglück hätten wir uns fast unhöflich gefühlt, wenn es nicht irgendwann geregnet hätte.
Und nun sind wir in Penzance – unserem Endpunkt. Die Wanderschuhe dürfen trocknen, die Füsse sind dankbar, und wir freuen uns darauf, die Umgebung zu erkunden. Mit oder ohne Regenjacke… wobei wir sie sicherheitshalber griffbereit halten.



